Bildung in Erlangen: Die Kandidierenden im Check

Wo stehen die kandidierenden Oberbürgermeister*innen beim Thema Bildung? Der GEB Erlangen hat nachgehakt.

In Erlangen klafft die Schere zwischen sanierten Gymnasien und maroden Grundschulen oft weit auseinander. Während die Stadt stolze Durchschnittswerte bei der Ganztagsbetreuung präsentiert, fehlen in wachsenden Vierteln oft die Plätze und an manchen Schulen sogar die nötige Jugendsozialarbeit.

Wir haben den Kandidierenden drei kritische Fragen zu Sanierungen, zur Betreuungsgerechtigkeit und zur sozialen Absicherung gestellt. Lesen Sie hier ihre konkreten Lösungsvorschläge:


Die Fragen im Detail:

1. Einige der 15 Erlanger Grundschulen sind Generalsanierungsfälle. Die 7 Gymnasien sind fast durchsaniert. Woher kommt dieser Fokus auf Gymnasien, wenn doch der Grundstein für die Bildungschancen bereits in der Grundschule gelegt wird? 

Für welche Grundschulen wollen Sie sich einsetzen? Welche konkreten Maßnahmen würden Sie dort veranlassen?

2. Erlangen strebt eine Ganztagsquote von 90 % an, aber in wachsenden Vierteln stagniert sie bei unter 70 %. Wie werden Sie verhindern, dass hinter schönen Durchschnittswerten eine Stadt der zwei Geschwindigkeiten entsteht – mit privilegierten Bildungsinseln auf der einen Seite und prekären Betreuungswüsten in den vernachlässigten Schulsprengeln auf der anderen?

Wie sieht Ihre Planung aus, um den Rechtsanspruch endlich wohnortnah umzusetzen?

3. Zwei Grundschulen in Erlangen haben noch keinerlei Jugendsozialarbeit trotz dringendem Bedarf. Wie schaffen Sie es, diese zwei Stellen endlich bereitzustellen?

Für die Antworten der einzelnen Kandidierenden bitte auf nachfolgende Verlinkungen klicken:

CSU Freie Wähler Bündnis 90/Die Grünen SPD ÖDP FDP Linke
Die Anordnung folgt der Reihenfolge auf dem Stimmzettel (nicht alphabetisch).


Christlich-Soziale Union in Bayern e. V. (CSU)

Parteikandidat: Jörg Volleth

1. Sanierungen: In Erlangen investieren wir seit Jahren kontinuierlich in unsere gesamte Bildungsinfrastruktur, so auch in unsere Grundschulen. Richtig ist, dass in den vergangenen Jahren bei einzelnen Maßnahmen höhere Summen in die Sanierung von unseren Gymnasien geflossen sind. Die Priorisierung erfolgte insbesondere anhand der konkreten Raumbedarfe, der Bausubstanz und dem Baujahr des Gebäudes, der technischen Ausstattung sowie einzuhaltender Brandschutzvorgaben. Im Grundschulbereich sehe ich Standorte, bei denen in den kommenden Jahren ein besonderer Blick sinnvoll erscheint. Beispielhaft wären für mich die Pestalozzischule, die Grundschule Eltersdorf und die Grundschule Erlangen-Frauenaurach. Wichtig ist, dass diese Beispiele stellvertretend für eine regelmäßige und sachliche Überprüfung aller Schulstandorte stehen. Denn es ist mein Ziel, allen Schülerinnen und Schülern – von der Einschulung bis zu ihrem Abschluss – moderne, sichere und zukunftsfähige Lernorte zu bieten. Dies ist aufgrund der aktuellen Haushaltslage jedoch nur möglich, wenn wir bereit sind, Investitionen in unsere Bildungseinrichtungen klar zu priorisieren und noch nicht begonnene Großinvestitionsmaßnahmen zurückzustellen. Das ist mein Verständnis solider Kommunalpolitik.

2. Ganztag: Mein Ansatz ist, dass steigende Schülerzahlen automatisch mit Ganztagskapazitäten mitgeplant werden. Schulentwicklungs- und Stadtentwicklungsplanung gehören enger verzahnt. Wir brauchen einen realistischen Ausbauplan – mit klaren Zeitachsen, Prioritäten und Interimslösungen dort, wo es kurzfristig eng wird. Ziel ist eine wohnortnahe, qualitativ gute Ganztagsbetreuung für alle Kinder – unabhängig vom Stadtteil. Dies kann nur funktionieren, wenn wir, wie oben beschrieben, ausreichend finanzielle Mittel bereitstellen.

3. Jugendsozialarbeit (JaS): Mir ist bewusst, wie wichtig diese Unterstützung für Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und Eltern ist. Gerade in der Grundschule werden früh Weichen gestellt und präventive Arbeit zahlt sich langfristig aus. Gleichzeitig müssen wir offen mit der Haushaltslage umgehen. Aufgrund der finanziellen Situation kann es gut sein, dass außerhalb der kommunalen Pflichtaufgaben auch in den nächsten Jahren keine zusätzlichen neuen Stellen geschaffen werden können. Es muss daher nach Handlungsspielräumen, wie beispielsweise einer Stellenumwandlungsmöglichkeit gesucht werden, wie es bereits für das laufende Jahr passiert ist. In der letzten Stadtratssitzung konnte so eine weitere Stelle für den Bereich „Jugendsozialarbeit an Schulen“ geschaffen werden. Andere Möglichkeiten sehe ich aktuell ehrlicherweise nicht.


CSU Freie Wähler Bündnis 90/Die Grünen SPD ÖDP FDP Linke
Die Anordnung folgt der Reihenfolge auf dem Stimmzettel (nicht alphabetisch).


FREIE WÄHLER BAYERN / Freie Wahlgemeinschaft Erlangen

Parteikandidatin: Anette Wirth-Hücking

1. Sanierungen: Der stärkere Fokus auf Gymnasien in den vergangenen Jahren ist nicht bildungspolitisch begründet, sondern vor allem investitionslogisch entstanden: Große, gebündelte Maßnahmen, häufig kofinanziert durch staatliche Förderprogramme, ließen sich dort schneller umsetzen. Das darf aber nicht zur strukturellen Benachteiligung der Grundschulen führen.

Gerade weil der Grundstein für Bildungschancen in der Grundschule gelegt wird, ist der bestehende Sanierungsstau hier besonders problematisch. Unser Wahlprogramm ist hier eindeutig: Investitionsstau vermeiden – insbesondere bei Schulen. Das gilt ausdrücklich für alle Schularten, mit einem klaren Schwerpunkt auf den Pflichtaufgaben der Kommune.

Für welche Grundschulen wir uns einsetzen

Wir setzen uns prioritär für die Grundschulen ein, die sich in einem baulich kritischen Zustand befinden und bei denen Sanierungen aus Kostengründen immer wieder verschoben wurden. Maßgeblich sind dabei:

  • bauliche Sicherheit und Gesundheitsschutz
  • pädagogische Nutzbarkeit der Räume
  • energetischer Zustand und Folgekosten
  • Belastung durch steigende Schülerzahlen im Sprengel

Konkrete Maßnahmen

Unter den aktuellen Haushaltsbedingungen setzen wir auf ein realistisches, gestuftes Vorgehen:

  • Sanierungsfahrpläne für alle Grundschulen, transparent priorisiert nach Zustand und Dringlichkeit
  • Abschnitts- und Teilsanierungen statt jahrelangem Stillstand, um Verschlechterungen zu stoppen
  • Kopplung von Sanierung und Ganztagsausbau, um Doppelinvestitionen zu vermeiden
  • Konsequente Nutzung von Förderprogrammen, auch wenn dies mehr Vorarbeit in der Verwaltung bedeutet

Unser Ziel ist nicht „alles gleichzeitig“, sondern verlässliche Perspekbtiven für jede Grundschule.

2. Ganztag: Hohe Durchschnittswerte helfen wenig, wenn sie massive Unterschiede zwischen Stadtteilen verdecken. Eine Ganztagsquote von 90 % ist kein Erfolg, wenn wachsende Quartiere dauerhaft bei unter 70 % bleiben. Das widerspricht unserem Anspruch auf faire Bildungschancen und wohnortnahe Angebote.

Wie wir gegen Bildungsungleichheit steuern

Wir wollen die Ganztagsplanung konsequent sozial- und raumbezogen ausrichten, nicht nur statistisch:

  • Priorität für wachsende und sozial stärker belastete Sprengel, nicht für ohnehin gut versorgte Standorte
  • Transparente Bedarfsplanung, die Schülerzahlen, Neubaugebiete und soziale Faktoren zusammenführt
  • Verlässliche Ausbaupfade je Stadtteil, statt reiner Zielquoten für die Gesamtstadt

Umsetzung des Rechtsanspruchs – realistisch und wohnortnah

Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ist eine Pflichtaufgabe. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen heißt das:

  • Ausbau vorhandener Standorte vor Neugründungen, wo immer möglich
  • Flexible Raumkonzepte (Mehrfachnutzung, modulare Lösungen), um schneller reagieren zu können
  • Enge Verzahnung mit Hort, Jugendhilfe und Vereinen, um Qualität zu sichern, ohne alles neu aufzubauen

Wir stehen für Prioritäten statt Symbolpolitik – damit kein Stadtteil dauerhaft zurückbleibt.

3. Jugendsozialarbeit (JaS): Dass zwei Erlanger Grundschulen trotz klar belegtem Bedarf noch immer keine Jugendsozialarbeit haben, ist aus unserer Sicht fachlich nicht zu rechtfertigen. Schulsozialarbeit ist keine freiwillige Zusatzleistung, sondern präventive Pflicht, gerade in der Grundschule.

Wie wir die zwei Stellen realisieren – trotz 0-Stellen-Plan

Wir sind ehrlich: Neue Stellen sind aktuell schwer darstellbar. Aber schwierige Rahmenbedingungen dürfen kein Dauerargument gegen notwendige Hilfe sein. Deshalb setzen wir auf mehrere Hebel:

  • Priorisierung innerhalb bestehender Strukturen: Schulsozialarbeit dort stärken, wo der Bedarf am höchsten ist
  • Umschichtungen und organisatorische Lösungen, statt pauschalem Festhalten an der Wiederbesetzungssperre
  • Externe Träger und Förderprogramme gezielt einbinden, um den städtischen Stellenplan zu entlasten

Unser Wahlprogramm sagt klar: Soziales, Bildung und Prävention sind keine Sparmasse.
Gerade in der Grundschule entscheidet frühe Unterstützung darüber, ob Probleme eskalieren oder gelöst werden.

Zusammengefasst
Wir stehen für:

  • Vorrang der Grundschulen bei Sanierung und Betreuung
  • Gerechte Ganztagsangebote statt schöner Durchschnittszahlen
  • Schulsozialarbeit dort, wo sie gebraucht wird – auch unter schwierigen Haushaltsbedingungen

CSU Freie Wähler Bündnis 90/Die Grünen SPD ÖDP FDP Linke
Die Anordnung folgt der Reihenfolge auf dem Stimmzettel (nicht alphabetisch).


BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN / Grüne Liste

Parteikandidatin: Eva Linhart

1. Sanierungen: Im Stadtrat wurde der starke Fokus auf die Gymnasien wiederholt von uns kritisiert.

Die Verwaltung hat hierzu auf unsere Anfrage hin eine Übersicht erstellt: In sechs Gymnasien wurden seit 2007 rund 115 Millionen Euro investiert, in 15 Grundschulen etwa 66 Millionen Euro. Diese Verteilung ist Ergebnis politischer Schwerpunktsetzungen im Stadtrat der vergangenen 20 Jahre.

Sie zeigt, dass der gymnasiale Bereich in dieser Zeit einen besonderen Fokus erhalten hat. Gleichzeitig wird deutlich, dass über viele Jahre hinweg insgesamt zu wenig in unsere Schulgebäude investiert und stattdessen von der Substanz gelegt wurde – insbesondere in den Jahren vor 2007. Wir haben heute einen erheblichen Investitionsstau, der alle Schularten betrifft.

Auffällig ist zudem, dass in die Realschulen – auch umgerechnet pro Schüler:in – mit Abstand am wenigsten investiert wurde (Beschluss 242/343/2025).

Für mich folgt daraus ein klarer Auftrag: Wir müssen künftig ausgewogen, transparent und bedarfsgerecht in alle Schularten investieren. Jede Schule und jedes Kind verdient gute Lernbedingungen – unabhängig vom Bildungsweg.

Für mich als Oberbürgermeisterkandidatin steht fest: Grund- und Mittelschulen verdienen eine hohe Priorität. In den Grundschulen wird die Basis für Bildungsbiografien gelegt. Hier lernen alle Kinder gemeinsam – unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Startchancen. Hier findet elementare Bildungs- und Integrationsarbeit statt.

Wir Grüne haben uns intensiv dafür eingesetzt, die Stadtteilschule Büchenbach-Nord (Grundschule Mönau / Mittelschule Hedenus) voranzubringen. In dieser Stadtratsperiode ist es uns gelungen einen Bedarfsbeschluss zu erreichen und die Schule in der Priorisierung nach vorne zu ziehen. Bei normaler Haushaltslage wäre sie unser nächstes großes Projekt gewesen. Auch die Grundschule Hedenus profitiert perspektivisch von einem Schulneubau in Büchenbach durch zusätzliche Räume und bessere Ganztagsbedingungen. 
Allerdings ist ein solches großes Schulbauprojekt mit einem Volumen von mehr als 50 Millionen Euro in der momentanen Haushaltslage leider nicht stemmbar.

Für die Sanierung des Gymnasiums Fridericianum wurde bereits 2007 der Bedarfsbeschluss gefasst. Die Sanierung wurde in den Folgejahren immer wieder verschoben, ist aber mittlerweile sehr dringend notwendig. Aufgrund des deutlich geringeren Kostenvolumens kann sie über Bundesmittel aus dem Infrastrukturprogramm durchgeführt werden. Die Planungen sind bereits entsprechend weit fortgeschritten. Es ist gut, dass die Fördermittel des Bundes für dieses Projekt abgerufen werden können. 
Gleichzeitig dürfen natürlich andere dringend notwendige Projekte nicht aus dem Blick geraten.

Ein besonderes Anliegen ist mir die Pestalozzischule. Sie weist nach gängigen Sozialindikatoren einen hohen Unterstützungsbedarf auf. Umso wichtiger ist eine moderne, leistungsfähige Infrastruktur. Die Schule hat einen sehr hohen und dringenden Sanierungs- bzw. Neubaubedarf. Der notwendige Bedarfsbeschluss wurde von uns beantragt, ist aber bisher leider nicht erfolgt. Er ist die Grundlage für jede weitere Planung und Finanzierung. 
Als Stadt sind wir Sachaufwandsträger für alle Schulen – unabhängig von pädagogischen Konzepten. Unser Maßstab sind gute Lernbedingungen für jedes Kind.
Neben der Pestalozzischule stehen auch andere Schulen auf unserer Sanierungsliste, wie z.B. die Grundschulen Frauenaurach, Eltersdorf und auch Dechsendorf.

Leider ist der finanzielle Spielraum für Schulsanierungen in den kommenden Jahren sehr eng. Deshalb werden wir neben baulichen Maßnahmen alles stärken, was kurzfristig hilft – mehr Jugendsozialarbeit an Grundschulen, eine bessere Nutzung von Kultur- und Sportangeboten sowie die Aufwertung der Schulhöfe mit vorhandenen Mitteln.

Grundsätzlich muss Schulsanierung auch in schwierigen Zeiten fortgesetzt werden.

2. Ganztag: Hinter guten Durchschnittswerten dürfen sich keine strukturellen Defizite verstecken. Wenn in wachsenden Stadtteilen die Ganztagsquote unter 70 Prozent stagniert und gleichzeitig eine Zielmarke von 90 Prozent ausgegeben wird, dann entsteht tatsächlich die Gefahr einer Stadt der zwei Geschwindigkeiten. Das will ich ausdrücklich verhindern.

Fakt ist: Es fehlen im gesamten Stadtgebiet Betreuungsplätze für Grundschulkinder – allein in Alterlangen rund 50. Grundschulkinder fallen nicht vom Himmel. Wir kennen die Geburtenzahlen seit Jahren. Es braucht eine frühzeitige, bedarfsgerechte Planung, statt spätes Reagieren.

Gleichzeitig tritt im kommenden Jahr der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Erstklässler in Kraft, der in den Folgejahren schrittweise ausgeweitet wird. Das ist richtig und wichtig – aber er muss auch wohnortnah erfüllt werden. Viele Eltern wünschen sich eine qualitativ hochwertige Betreuung im Hort. Genau hier stehen wir vor einer finanziellen Herausforderung, weil der städtische Eigenanteil für zusätzliche, hochwertige Ganztagsangebote derzeit schwer aufzubringen ist.

Kurzfristig dürfen wir betroffene Familien jedoch nicht allein lassen. In Stadtteilen wie Alterlangen brauchen wir schnelle Übergangslösungen. Wenn keine geeigneten Räume zur Verfügung stehen, müssen notfalls Container angemietet werden. Es kann nicht sein, dass Kinder auf der Straße und Eltern vor unlösbaren Betreuungsproblemen stehen.

Parallel dazu müssen wir dauerhaft tragfähige, qualitativ hochwertige Strukturen aufbauen. Das heißt: Frühzeitige Planung, Priorisierung in der Investitionsplanung und die konsequente Nutzung aller Fördermöglichkeiten von Bund und Land. Der Rechtsanspruch darf nicht zur juristischen Hülle werden, sondern muss im Alltag der Familien spürbar eingelöst werden.

3. Jugendsozialarbeit (JaS): Für das Personal an Schulen ist grundsätzlich der Freistaat verantwortlich, nicht die Kommune. Die Stellen der Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) zählen zu unseren freiwilligen Leistungen. Seit Langem setzen wir uns auf Landesebene dafür ein, dass der Freistaat seiner Verantwortung für multiprofessionelle Teams an Schulen stärker gerecht wird.

Gleichzeitig bemühen wir uns vor Ort, den Bedarf an Jugendsozialarbeit so gut wie möglich zu erfüllen. Aufgrund der angespannten Haushaltslage erfolgt der Ausbau neuer Stellen nur schrittweise. Dennoch ist gelungen, in diesem Jahr zumindest eine halbe zusätzliche Stelle zu schaffen – ein kleiner Fortschritt.

Mein Ziel ist es, gemeinsam mit dem Jugendamt zu prüfen, wie die vorhandenen Kräfte fair und bedarfsgerecht auf alle Schulen verteilt werden können. Gerade in herausfordernden Lagen brauchen Schulen verlässliche Unterstützung. Hier müssen wir mit den vorhandenen Mitteln so wirkungsvoll wie möglich handeln.


CSU Freie Wähler Bündnis 90/Die Grünen SPD ÖDP FDP Linke
Die Anordnung folgt der Reihenfolge auf dem Stimmzettel (nicht alphabetisch).


Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

Parteikandidat: Dr. Florian Janik

1. Sanierungen: Es trifft nicht zu, dass in Erlangen einseitig Gymnasien priorisiert wurden. In den letzten Jahren wurde und wird gerade an Grundschulen massiv investiert:

  • Die Friedrich-Rückert-Schule ist fertiggestellt.
  • Die Michael-Poeschke-Schule befindet sich im Bau.
  • An der Loschgeschule wurde die Turnhalle saniert; durch den Auszug der Schule für Kranke stehen zusätzliche Räume für die Schule und den Ganztag zur Verfügung.
  • Darüber hinaus fließen kontinuierlich erhebliche Bauunterhaltsmittel in alle Grundschulen.

Mit dem Rechtsanspruch auf Ganztag liegt der aktuelle bauliche Schwerpunkt sogar besonders stark auf den Grundschulen.

Gleichzeitig sehen wir weiteren Handlungsbedarf. Priorität haben für uns:

  • die Weiterentwicklung der Mönauschule zur Stadtteilschule für Büchenbach-Nord,
  • sowie die strukturelle Entlastung der stark wachsenden Hermann-Hedenus-Schule, durch den damit verbundenen Umzug der Mittelschule in die neue Stadtteilschule
  • die Pestalozzischule mit ihrer großen Bedeutung für den Anger,

Wir priorisieren Investitionen klar nach baulichem Zustand, Sozialindex und Schülerprognosen. Stadtteile mit höherem Unterstützungsbedarf stehen dabei bewusst im Mittelpunkt.

2. Ganztag: Die Ganztagsquote in Erlangen ist im bayernweiten Vergleich hoch. Dennoch gibt es wachsende Stadtteile, in denen der Ausbau hinterherhinkt – das nehmen wir ernst.

Gerade im Bereich der Hermann-Hedenus-Schule zeigt sich der Druck deutlich. Deshalb schaffen wir strukturell Abhilfe: Mit dem Umzug der Mittelschule in die künftige Stadtteilschule Mönauschule werden an der Hedenus-Grundschule dauerhaft Flächen frei, um den Ganztag langfristig zu sichern.

Bis diese Lösung greift, setzen wir konsequent auf Interimslösungen und modulare Erweiterungen. Containerlösungen sind dabei ein bewährtes Instrument, um schnell zusätzliche Plätze zu schaffen.

Unser Anspruch ist klar: Der Rechtsanspruch ab 2026 muss wohnortnah erfüllt werden. Nicht nur im städtischen Durchschnitt, sondern konkret im jeweiligen Stadtteil. Wir bauen und erweitern zuerst dort, wo Bevölkerungszahlen steigen und sozialer Bedarf besonders hoch ist.

3. Jugendsozialarbeit (JaS): Dass zwei Grundschulen bislang keine JaS-Stelle haben, wollen wir ändern.

Im aktuellen Haushaltsbeschluss wurde bereits eine zusätzliche Planstelle geschaffen. Unser Ziel ist es, sobald wie möglich, bestenfalls im nächsten Haushalt eine weitere Stelle einzurichten und anschließend wieder in einen kontinuierlichen Ausbau überzugehen.

Die staatliche Förderung schöpfen wir konsequent aus. Parallel setzen wir auf Übergangslösungen und eine enge Zusammenarbeit mit Schulsozialarbeit, Familienzentren, den Angeboten im Rahmen von Bildung- und Teilhabe, den neuen Möglichkeiten durch die start-Chancen-Förderung und Quartiersmanagement.

Für uns ist klar: Jugendsozialarbeit ist kein Zusatzangebot, sondern ein zentraler Baustein für Chancengerechtigkeit, insbesondere in sozial belasteten Quartieren.


CSU Freie Wähler Bündnis 90/Die Grünen SPD ÖDP FDP Linke
Die Anordnung folgt der Reihenfolge auf dem Stimmzettel (nicht alphabetisch).


Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP)

Parteikandidat: Joachim Jarosch

1. Sanierungen: Neben den über 2 Jahrzehnten andauernden Sanierungen der Gymnasien wurde in der Vergangenheit auch der Fokus auf die Grundschulen gelegt und wegen des gesetzlichen Anspruches auf eine  Ganztagesbetreuung die Schulsanierungsprogramme abgeändert. Hierfür wurden an verschiedensten Grundschulen Erweiterungen und auch weitere Maßnahmen druchgeführt. Im Rahmen der Schulsanierungsprogramme wurden auch Grundschulen generalsaniert, wie zum Beispiel die Grundschule Tennenlohe inkl. der Sporthalle. Dies erfolgte auf Grundlage von Beschlüssen im Bildungsausschuss (meist einstimmig) und auf Vorschlag der Stadtverwaltung und der dafür zuständigen Refertentin. Und ich bin ganz bei Ihnen, dass es richtig ist, dass an diversen Grundschulen dringender Handlungsbedarf besteht. Hier können viele Grundschulen im Stadtgebiet genannt werden, wie zum Beispiel die Grundschulen in Eltersdorf oder Frauenaurach sowie die Hermann-Hedenus-Grundschule, wo auch zwingend und zeitnah die Kapazitäten für die Ganztagesbetreuung ausgebaut werden müssen. Das wollen und müssen wir priorisieren!

Wir als ödp haben die Schulsanierungen immer unterstützt und für mehr finanzielle Mittel in den Haushaltsberatungen eingesetzt (leider oft erfolglos) und werden auch in der Zukunft den Fokus auf diese legen, da Kinder und Lehrer:innen für die Bildungsarbeit einen Lernort vorfinden müssen, der unseren Bildungseinrichtungen gerecht wird. Auch muss sich in der Zusammenarbeit und Betreuung mit Kommunal-Bit einiges verbessern, da hier von den Erlanger Schulen diverse Beschwerden vorliegen. Dafür werde ich mich einsetzen.

2. Ganztag: Auch hier gilt es, eine „einladende“ und motivierende Schulinfrastruktur zu schaffen, damit überall in Erlangen die Ganztagesbetreuung bestmöglich durchführbar ist. Dazu gehört neben der Infrastruktur vor Ort auch das Personal (siehe z.B. Punkt 3). Es ist eine gesamtstädtische Aufgabe und dies geht aus meiner Sicht nur „Hand in Hand“ mit allen Beteiligten, also Lehrer:innen, Eltern, der Politik, den Elternvertreungen, sttatlichen Beratungsangeboten sowie auch weitere beteiligte Akteure. 

3. Jugendsozialarbeit (JaS): Der ödp Fraktion im Erlanger Stadtrat ist es seit Jahren ein großes Anliegen, dass an jeder Erlanger Schule eine Stelle für die Jugendsozialarbeit angeboten wird und der vor Jahren einstimmig verabschiedete Beschluss im Bildungsausschusss auch umgesetzt wird, dies zu tun und auszubauen. Leider sind diese weiteren Stellen in den vergangenen Jahren nie geschaffen worden, obwohl wir dies Jahr für Jahr als ödp Fraktion für den Stellenplan beantragt haben. Wir setzten uns seit Jahren wie keine andere Partei im Erlanger Stadtrat für die Jugendsozialarbeit an Schulen ein, weil es aus unserer Sicht sinnvoll ist, diese „Verbindungs- und Beratungsstelle“ zwischen Schüler:innen, Lehrer:innen und Eltern anzubieten. Es ist eine Unterstützung für alle Beteiligten.

Und nun die gute Nachricht für 2026! Für den Stellenplan haben wir wieder zwei Stellen für die Jugendsozialarbeit an Erlanger Schulen beantragt, von der nun endlich eine Stelle aufgrund des gefassten Haushaltsbeschluss am 22.1.26 (26 zu 24 Stimmen) geschaffen wird. Auch das hat uns neben weiteren diversen Punkten dazu bewogen, als ödp-Fraktion dem Haushalt 2026 zu zustimmen. Wie die Schulversaltung diese Stelle den Erlangen Schulen zuteilt, ist unserer Kenntnis nach noch nicht final beantwortet. Hier kann sich Ihr Gremium dafür einsetzen, dass dies an einer der beiden Grundschulen oder vielleicht auch besser je hälftig an beiden Grundschulen geschaffen wird.


CSU Freie Wähler Bündnis 90/Die Grünen SPD ÖDP FDP Linke
Die Anordnung folgt der Reihenfolge auf dem Stimmzettel (nicht alphabetisch).


Freie Demokratische Partei (FDP)

Parteikandidat: Dr. Holger Schulze

1. Sanierungen: Zunächst einmal gebe ich Ihnen Recht, dass gerade die frühkindliche Bildung in Kitas und Schulen von ganz besonderer Bedeutung für die späteren Bildungschancen unserer Kinder sind: Als Neurobiologe, der lange im Bereich Lern- und Gedächtnisbildung geforscht und unzählige Fortbildungen gerade auch für Erzieher und Lehrer durchgeführt hat, habe ich diese Erkenntnis immer besonders in den Vordergrund gestellt. Hier gehört allerdings auch zur Wahrheit, dass der ganz wesentliche Faktor (80 bis 90%) für den Lehrerfolg in der Person des Lehrers / der Lehrerin und der Interaktion mit dem Schüler / der Schülerin liegt. Das heißt natürlich nicht, dass man die Schulen verwahrlosen lassen kann, ganz im Gegenteil, aber eine sanierte Schule macht eben automatisch auch noch keine gute Lehre.

Bei der Priorisierung der Schulsanierungen bewertet die Verwaltung den Zustand der Gebäude und die Raumbedarfe (welche natürlich auf Prognosen basieren, die auch falsch sein können), Brandschutz, Energiebedarf, Haustechnik, u.s.w. Auf der Grundlagen dieser Kriterien existiert eine Liste die definiert, in welcher Reihenfolge diese Sanierungen durchgeführt werden sollen. Dass wir da noch nicht weiter sind, bedauern wir alle, aber lassen sind die finanziellen und personellen Ressourcen der Stadt es nicht zu, alles auf einmal zu tun.

In der Vergangenheit (2007 bis 2024, vgl. Bericht über Investitionen in das Schulsanierungsprogramm (SSP) und in das Programm „Zukunft Grundschulen und Ganztagsbetreuung“ (ZGG), Vorlage 242/343/2025, abzurufen im Ratsinfosystem) wurden über 200 Millionen Euro in Schulsanierungen in Erlangen investiert, in die Gymnasien tatsächlich fast doppelt so viel wie in die Grundschulen. Ab 2025 jedoch sind für die Grundschulen fast dreimal soviel Mittel vorgesehen wie für die Gymnasien.

Ich bin seit 6 Jahren im Bildungsausschuss und hatte in dieser Zeit nie den Eindruck, dass irgendjemandem in diesem Gremium die Gymnasien wichtiger wären als die Grundschulen oder andere Schulen. Nach meiner Wahrnehmung ging es bei der Priorisierung der Maßnahmen immer nach den o.g. Kriterien, einen ideologischen Bias konnte ich hier nicht erkennen.

 
Für welche Grundschulen wollen Sie sich einsetzen? Welche konkreten Maßnahmen würden Sie dort veranlassen?

Die nächsten Grundschulen, die laut Schulsanierungsprogramm zum Zuge kommen, sind die Friedrich-Rückert-Grundschule, der Neubau der Michael-Poeschke-Grundschule und die Turnhalle der Loschge-Grundschule. Ich würde mich an diesen Plan halten.

2. Ganztag: Aktuell steckt die Stadt Erlangen in einer schweren finanziellen Krise, und darf daher keine neuen Maßnahmen ohne die Genehmigung der Regierung von Mittelfranken beginnen dürfen. In dieser Situation kann man derzeit nur versuchen, im Dialog mit allen Beteiligten, also den Eltern, Schulen, Schulverwaltungsamt und der Regierung von Mittelfranken pragmatische, individuelle Lösungen im Einzelfall zu finden. Für manche Kindern kann das möglicherweise einen Platz in einem anderen Sprengel bedeuten, Räume finden sich aber vielleicht auch in der Nachbarschaft der Schulen, etwa in Gemeindezentren. Hier sind dann rechtliche Probleme zu lösen, etwa so banal erscheinende Dinge wie der Weg von der Schule zu dem Gemeindezentrum. Hier brauchen wir pragmatische Lösungen und ich hoffe hier auf das Entgegenkommen der Regierung von Mittelfranken. Sehr bedauerlich ist in diesem Zusammenhang, dass man hier in der Vergangenheit die aus meiner Sicht falschen Prioritäten gesetzt hat, als man das Geld noch für einen stärkeren Ausbau der Ganztagsbetreuung gehabt hätte. Zu viele Mittel sind zum Beispiel in Klimaschutzmaßnahmen geflossen, die ich für uneffektiv halte, in Doppelsubventionen, einen zu starken Personalaufwuchs u.s.w. Nun sind wir leider in der Situation, dass wir selbst dann, wenn wir neue Mehrheiten und damit neue Prioritätensetzungen im Stadtrat bekämen, die Mittel nicht mehr haben. Daher muss oberstes Ziel des neuen OBs sein, den Haushalt zu sanieren, sonst müssen wir über alles andere gar nicht erst reden.

3. Jugendsozialarbeit (JaS): Der Erlanger Stellenplan ist nach unserer Ansicht in den letzten Jahren viel zu stark angewachsen, und verschlingt mittlerweile rund ein drittel des städtischen Haushalts. Vieles von dem, was mit diesen Stellen umgesetzt werden sollte, kann auf Grund der Haushaltslage aktuell gar nicht mehr gemacht werden. Hier sollten sich also durch Abbau von Stellen Spielräume ergeben, die für andere Aufgaben genutzt werden könnten, immer natürlich unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Regierung von Mittelfranken. Ich bin aber zuversichtlich, dass wenn wir den aktuellen Stellenplan durch Wegfall bestimmter freiwilliger Aufgaben deutlich reduzieren, die Zustimmung aus Ansbach für die Schaffung dieser wichtigen Stellen bekommen zu können.


CSU Freie Wähler Bündnis 90/Die Grünen SPD ÖDP FDP Linke
Die Anordnung folgt der Reihenfolge auf dem Stimmzettel (nicht alphabetisch).


Erlanger Linke

Parteikandidat: Lukas Eitel

1. Sanierungen: Die Bevorzugung der Gymnasien nicht nur gegenüber Grundschulen, sondern auch , Real-, Mittel- und Hauptschulen ist ein Symptom des mehrgliedrigen Schulsystems, das Klassenunterschiede schon im Kindesalter zementiert und reproduziert. Die Priorisierung der Gymnasien ist eine logische Folge daraus. Als Linke setzen wir uns auf Landes- und Bundesebene für eine Gemeinschaftsschule ein, in der alle Kinder unabhängig ihrer sozialen Herkunft gefördert werden. Die Kommune muss zumindest in die verschiedenen Schulformen gleichmäßig investieren.

Grundsätzlich wollen wir uns für alle Grundschulen einsetzen, insbesondere diejenigen, die unter inakzeptablen Zuständen und Baufälligkeit leiden. Dazu zählen zum Beispiel die Pestalozzischule am Anger und die Grundschulen Frauenaurach, Eltersdorf und Dechsendorf. So braucht es beispielsweise eine Renovierung der undichten Fenster an der Dechsendorfer Grundschule oder Sanierung der Toiletten/Ausbau der Räumlichkeiten an der Pestalozzischule.

2. Ganztag: Kinder in abgehängten Stadtteilen wie dem Anger brauchen besondere Förderung. Es ist unsere Pflicht, Kindern unabhängig ihres Elternhauses die bestmöglichen Chancen in ihrem Leben zu ermöglichen. Daher muss die Stadt endlich schauen, dass es zu keinen Betreuungswüsten in den Stadtteilen kommt, in denen sich weniger privilegierte Eltern meist auch weniger zur Wehr setzen, wenn sie benachteiligt werden.

3. Jugendsozialarbeit (JaS): Die Bereitstellung dieser Stellen ist eine finanzielle Frage. Anders als manche anderen Parteien lehnen wir die Kürzungen im Sozialen kategorisch ab. Um dies zu finanzieren, fordern wir die Anhebung der Gewerbesteuer auf Münchener Niveau und Druck auf die Bundesregierung, endlich ihren Koalitionsvertrag umzusetzen und gegen unsolidarische Steueroasen wie unser benachbartes Röttenbach vorzugehen.


CSU Freie Wähler Bündnis 90/Die Grünen SPD ÖDP FDP Linke
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HERZLICH WILLKOMMEN AUF UNSERER WEBSITE!

Wir vom GEB Erlangen – dem gemeinsamen Elternbeirat der Erlanger Grundschulen – vertreten die Interessen der Eltern an den 15 staatlichen Grundschulen im Stadtgebiet. Aktuell setzen wir uns aus acht gewählten Vertreterinnen und Vertretern der einzelnen Elternbeiräte zusammen. Anders als ein eingetragener Verein ist der GEB eine gesetzlich vorgesehene Institution – seine Aufgaben und Rechte sind in § 15 der Bayerischen Schulordnung (BaySchO) verankert.

Alle zwei Jahre wird der GEB Erlangen neu gewählt – die nächste Wahl findet im Jahr 2025 statt. Wählbar sind Eltern, die bereits Teil eines Elternbeirats an einer Erlanger Grundschule sind. Wer sich über die eigene Schule hinaus für Bildung engagieren und etwas bewegen möchte, findet im GEB eine wirkungsvolle Plattform.

Wir vertreten die Interessen von derzeit rund 5.500 Grundschulkindern und ihren Familien – mit einem Fokus auf schulübergreifende Themen: von Infrastruktur und Betreuungsangeboten über Digitalisierung bis hin zu pädagogischen und bildungspolitischen Entwicklungen.

Als zentrale Anlaufstelle für Eltern und schulische Mitwirkungsstrukturen koordinieren wir ein stadtweites Netzwerk und pflegen den Austausch mit kommunalen Stellen wie dem Stadtrat, dem Staatlichen Schulamt und dem Schulverwaltungsamt. Mit einem konstruktiven und zugleich kritischen Blick begleiten wir die Bildungslandschaft in Erlangen und setzen uns aktiv für gute Rahmenbedingungen an unseren Schulen ein.

Wir vertreten die Interessen der Elternbeiräte gegenüber der Kommune bzw. dem Landkreis und auch gegenüber der Schulverwaltung. Dadurch haben wir als gemeinsamer Elternbeirat eine deutlich stärkere Position als ein einzelner Elternbeirat. So sind unsere Mitglieder z. B. anerkannte Gesprächspartner des Stadtrats und des Schulreferats.


Zudem haben wir ein Anrecht auf Information und Auskunft über schulische Belange und dürfen Eltern und Elternsprecher gezielt informieren. Wir können bei der Schulverwaltung auch Vorschläge und Anträge einbringen. Besonders wichtig ist uns der regelmäßige Kontakt zu den Elternvertretungen – denn ein lebendiger Austausch ist die Basis unserer Arbeit.

Unsere Aufgaben:

  • Beratung zu übergeordneten Themen: Verbesserung der Lern- und Lehrbedingungen, Ausstattung der Schulen, Schulentwicklungsprojekte, Organisation des Schulalltags (z. B. Ganztagsangebote).
  • Förderung des Verständnisses für das Grundschulwesen: Information der Eltern über Entwicklungen sowie schulische und bildungspolitische Themen.
  • Unterstützung von Elternanliegen: Sammlung und Weiterleitung von Anregungen und Vorschlägen, die über einzelne Schulen hinausreichen.
  • Abstimmung mit städtischen Stellen: Austausch mit dem Stadtrat, dem Staatlichen Schulamt und dem Schulverwaltungsamt zu schulrelevanten Themen.
  • Empfehlungen und Vorschläge an den Schulträger: Weitergabe von Anliegen und Positionen an die Stadt Erlangen und die zuständigen Schulaufsichtsbehörden.
  • Koordination schulischer Elternvertretungen: Pflege und Stärkung des Netzwerks zwischen den Elternbeiräten aller Erlanger Grundschulen.